Wir verwenden Cookies, um die Nutzung dieser Webseite zu erleichtern. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

News Dokumentationspflichten in Verbindung

Liebe Klienten!

 

Wir dürfen Sie darüber informieren, dass sich die Dokumentationspflichten in Verbindung mit der Ermittlung der fremdüblichen Preise in Ungarn bald ändern werden. Der Rechtsnormentwurf ist unter folgender Adresse zu finden:

 

http://www.kormany.hu/hu/dok?source=8&type=302#!DocumentBrowse

 

Die größte Änderung ist unseres Erachtens im Bereich der wählbaren Dokumentationstypen zu erwarten.

 

Derzeit können die Steuerpflichtigen zwischen folgenden Dokumentationstypen wählen: eigenständige Dokumentation, gemeinsame Dokumentation und „vereinfachte“ Dokumentation bezüglich der konzerninternen Dienstleistungen mit geringer Wertschöpfung. Laut Entwurf werden die eigenständige Dokumentation und die gemeinsame Dokumentation künftig durch eine Dokumentation, die aus zwei Teilen (Hauptdokumentation und landesspezifische Dokumentation) besteht, ersetzt. Die landesspezifische Dokumentation soll aus zwei Subteilen bestehen: aus der Darstellung des Steuerpflichtigen und der Darlegung der zu dokumentierenden Transaktion.

 

In der Anlage finden Sie in tabellarischer, vergleichender Form die derzeit geltende Verordnung  und die Vorschriften des Entwurfs sowie die Daten, die in den einzelnen Themenkreisen anzugeben sind.  Die Dokumentation muss z.B. künftig enthalten, wodurch die innerhalb des Konzerns erzielten Ergebnisse beeinflusst werden. Dargestellt werden müssen die Produkte und Dienstleistungen, auf  die mehr als 5% des Konzernumsatzes entfallen, der Beitrag der einzelnen Gruppenmitglieder zur Wertschöpfung, die wesentlichen geschäftlichen Umstrukturierungen, Informationen zu den immateriellen Wirtschaftsgüter der Gruppe, die Finanztätigkeiten innerhalb der Gruppe, die Finanzlage und steuerliche Situation der Gruppe, das Organigramm und die Strategie der Geschäftsführung des Steuerpflichtigen und eine Aufzählung der wichtigsten Mitbewerber usw. 

 

Für die Steuerpflichtigen bedeutet die voraussichtliche Änderung viel mehr administrative Verpflichtungen, da die bisher genutzten Dokumentationsschemata und die Prozesse der Informationserhebung wegen der breiteren mitzuteilenden Informationen umgestaltet werden müssen. Ferner müssen auch die Daten der vorhandenen Dokumentationen zu den Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen aktualisiert werden, wenn sie betreffend auch im Jahre 2018 Lieferungen und Leistungen erfolgen. 

 

Es ist im Rechtsnormentwurf vorgesehen, dass die Vereinbarungen zur Verteilung des auf Gruppenebene erzielten Einkommens (Vorabverständigungsverfahren (APA)) und die sonstigen Beschlüsse zur Steuerfeststellung (z.B. bedingte Steuerfeststellung) aufgezählt werden müssen, außerdem ist auch ihr Inhalt kurz darzustellen, darüber hinaus müssen auch die Kopien derselben Unterlagen zu den analysierten Transaktionen beigefügt werden, falls diese nicht von der ungarischen Steuerverwaltung herausgegeben worden sind.

 

Durch den Entwurf wird die Prüfungspraxis legitimiert, dass mindestens alle drei Jahre neue Vergleichsstudien erstellt werden müssen, in den Zwischenjahren genügt es, wenn die Finanzdaten der als vergleichbar beurteilten Unternehmen aktualisiert werden. 

 

Die landesspezifische Dokumentation muss bis zur Abgabe der Körperschaftsteuererklärung des Steuerpflichtigen fertig gestellt werden, während die dem Hauptdokument entsprechende Dokumentation innerhalb von 12 Monaten ab dem letzten Tag seines Steuerjahres eingereicht werden muss. 

 

Steuerpflichtige dürften künftig eine vereinfachte Dokumentation zu den konzerninternen Dienstleistungen mit geringer Wertschöpfung  nur dann erstellen, wenn im Steuerjahr ausschließlich Dienstleistungen dieser Art zwischen den verbundenen Unternehmen erbracht worden sind. Das fremdübliche Intervall der Margen von Transaktionen dieser Art würde von 3-10% auf 3-7% gesenkt werden.

 

Im Entwurf werden die Begriffe ‚gleichartige konzerninterne Dienstleistungen mit geringer Wertschöpfung‘ und ‚immaterielle Wirtschaftsgüter‘ definiert.

 

Der Entwurf tritt am 30. Tag ab Verkündung der Verordnung Nr. ???/2017 des Wirtschaftsministers in Kraft. Die Verordnung Nr. 22/2009 (X.16.) des Finanzministers über die Aufzeichnungspflichten im Zusammenhang mit der Ermittlung der fremdüblichen Preise würde mit dem 1. Januar 2018 außer Kraft gesetzt werden. Im Entwurf sind auch Übergangsregeln zur Verrechnungspreisdokumentation für das Steuerjahr 2017 vorgesehen. Laut diesen könnten die neuen Regeln bereits bei der Erstellung dieser Dokumentation angewendet werden.

 

Download: DE_TP_NGM_Rendelet.xlsx