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Publikation Die Wunderwaffe des Finanzamtes kommt im Sommer 2018

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Die Unternehmen haben ein Jahr für die Online-Verbindung ihrer Fakturierungsprogramme

 

 

                                         -  Budapest, den 17. August  2017  

 

Der Rechtsnormentwurf zur Änderung der Fakturierungspflichten der Unternehmen ist vor gut einem Monat erschienen, sagte der Steuerdirektor von Grant Thornton László Soós. Demnach müssen die Unternehmen bis Juli nächsten Jahres ihre Fakturierungsprogramme  online mit dem Finanzamt verbinden. Laut Fachministerium werden die Verwaltungskosten der Unternehmen infolge dieser Änderung sinken.

 

Ende Juni veröffentlichte das Wirtschaftsministerium auf seiner Webseite den Entwurf zur  "Änderung der Verordnung Nr. 23/2014 (VI.30) NGM des Wirtschaftsministeriums zur steuerverwaltungstechnischen Identifizierung von Rechnungen und Quittungen und über die  Überprüfung der in elektronischer Form aufbewahrten Rechnungen durch das Finanzamt". Laut Dokument müssen die Fakturierungsprogramme ab dem 1. Juli nächsten Jahres in der Lage sein, Angaben zu den Rechnungen, in denen mehr als 100.000 HUF Umsatzsteuer berechnet wurde, elektronisch ans Finanzamt zu übermitteln. Nach den früheren Plänen hätten die Unternehmen ihre Fakturierungsprogramme bereits im Juli dieses Jahres mit dem Finanzamt verbinden müssen.

 

Die Unternehmen werden die Rechnungsdaten innerhalb von 24 Stunden nach deren Erfassung im Programm bzw.  Abschluss an das Finanzamt weiterleiten müssen. So wird die Behörde bereits an dem auf die Rechnungsausstellung folgenden Tag Kenntnis über die Umsatzsteuer, die die o.g. Wertgrenze übersteigt, Kenntnis erlangen. Die Verpflichtung betrifft auch die Storno- und Korrekturrechnungen.

 

Mit der elektronischen Datenlieferung kann laut Entwurf nach der Registrierung des Steuerpflichtigen begonnen werden. Die Registrierung ersetzt jedoch nicht die geltende Anmeldepflicht hinsichtlich der Fakturierungsprogramme, da eine Online-Datenlieferung lediglich bei Rechnungen mit einer Vorsteuer von über 100.000 HUF erforderlich sein wird. Es kann also Steuerpflichtige geben, die ihre Rechnungen zwar mit einem Fakturierungsprogramm ausstellen, die darin berechnete Vorsteuer jedoch die o.g. Wertgrenze nicht übersteigt, und daher keine Pflicht zur Online-Datenlieferung besteht. 

 

Der Entwurf zur Änderung der Verordnung hat 120 Seiten, davon enthalten 117 Seiten die Code-Sprache für das Datensatzschema der Datenlieferung. Das Fachministerium stellte zusammen mit dem Entwurf auch die Folgenabschätzung der Änderung vor. Demnach müssen 18,5 Mrd. HUF aus der Staatshaushaltkasse für die Entwicklung des

 

Datenlieferungssystems beretigestellt werden. Die Änderung erfordert darüber hinaus jährlich 300 Millionen HUF sowie Betriebskosten in der Höhe von HUF 1,22 Milliarden HUF.

 

Nach der Folgenabschätzung stellt das System über die Investitionskosten hinaus keinen Verwaltungsmehraufwand für die Unternehmen dar. Es reduziert sogar die Belastung der Unternehmen, weil es die nachträgliche Datenlieferung in Verbindung mit den Rechnungen ersetzt. Die Einführung des Systems kann noch den Vorteil haben, dass auch die Firma, die die Rechnung erhält, im Falle einer elektronischen Rechnungsstellung in Echtzeit über den Inhalt der an sie ausgestellte Rechnung informiert werden kann, was die Bearbeitung der  Eingangsrechnungen erleichtern und beschleunigen kann.

 

Nach einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums im April hat die Steuerbehörde dank der Einführung der Maßnahme einen Überblick über die Gesamtumsätze der Unternehmen und kann die betrügerischen Unternehmen sofort nach der Zusammenfassung der Daten identifizieren. Mit der Einführung des Systems erlischt die Erklärungspflicht  bezüglich der Umsatzsteuer, die in mit einem Fakturierungsprogramm erstellten Ausgangsrechnungen berechnet wird, wodurch der administrative Aufwand der Unternehmen sinkt. Offen ist jedoch die Frage, ob die Datenlieferung zum Beispiel bei den Eingangsrechnungen weiterhin auf dem sog. M-Blatt zur Umsatzsteuererklärung nach Partnern und Rechnungen geleistet werden muss. Das kann nämlich in bestimmten Fällen eine Mehrbelastungen für die Steuerpflichtigen darstellen.